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Was kostet ein elektrifiziertes Auto?

Die wichtigsten Antworten zu den Themen Anschaffung, Wartungskosten und Förderungen

Diesel oder Benziner? Lange Zeit teilte diese Glaubensfrage die Auto-Fans in zwei Lager. Heute jedoch gibt es zahlreiche weitere Antriebsoptionen, unter anderem Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride. Sie fahren lokal emissionsfrei, leise und genießen attraktive Vergünstigungen. Doch wie sieht die Kostenseite genau aus? Wir fassen die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema „Was kostet ein Elektro-Auto?“ für Sie zusammen:

Ist ein Elektroauto günstiger als ein Verbrenner?

Der Kaufpreis eines Elektroautos liegt meist über dem eines vergleichbaren Verbrenners. Auf Dauer sind Elektroautos aber wegen der geringen Wartungs- und Betriebskosten und der niedrigen Preise für (Öko-)Strom tatsächlich günstiger. Hinzu kommt der Umweltbonus beim Kauf eines Elektroautos. Außerdem sollte man nicht außer Acht lassen, dass infolge der CO2-Steuer die Preise für Benzin und Diesel in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Durch die Energierückgewinnung (Rekuperation) können bis zu 20 Prozent Benzin-/Stromkosten gespart werden. Bei reinen Elektrofahrzeugen verlängert die Rekuperation darüber hinaus die Reichweite enorm.

Wie hoch sind die Betriebskosten?

Die „Kraftstoffkosten“ für reine Elektroautos liegen selbst bei einem Kilowattstunden-Preis von 30 Cent – wie heute an der Haushaltssteckdose – deutlich unter denen eines Fahrzeuges mit Diesel- oder Benzinmotor. Viele Nutzer können zudem durch Förderung oder eine eigene Photovoltaikanlage, etwa ein Solardach, noch günstiger laden. Besonders dort, wo Verbrenner überdurchschnittlich viel verbrauchen – bei Kurzstrecken oder in der Stadt – punkten Elektroautos mit erheblich niedrigeren Betriebskosten.

Ein kleines Rechenbeispiel: Der reine Verbrauch nach WLTP bei einem ŠKODA ENYAQ iV 80 beträgt bei Strombezugskosten von 0,30 €/kWh und einem Verbrauch von 16,0 kWh/100 km = ca. 4,84 € auf 100 km.* Und es geht noch günstiger: Bei selbst erzeugtem Strom und Stromgestehungskosten von ca. 0,10 €/kWh entspricht dies ca. 1,50 €/100 km.* Darüber hinaus entfallen die Kfz-Steuern für mehrere Jahre.

Wie häufig muss ein Elektroauto in den Service?

Da Ölwechsel und der Austausch vieler Verschleißteile beim Elektroauto wegfallen, müssen Kunden in der Regel weniger häufig in den Service. Lediglich Reifen und Bremsen nutzen sich ab. Wobei die Bremsen beim Elektroauto wegen der Rekuperation (die wie eine Motorbremse wirkt) weniger stark beansprucht werden als bei Diesel- oder Benzin-Fahrzeugen. Es werden zudem Software-Updates immer wichtiger, die sollen aber schon bald „Over the Air“ (OTA) aufgespielt werden können, so zum Beispiel beim ENYAQ iV mit Infotainmentsystemen des Baukastens MIB3.

Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es?

Auf Bundesebene bekommen Käufer von Elektroautos eine Umweltprämie von bis zu 9.000 Euro. Dabei werden sowohl batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) als auch Plug-in-Hybride (PHEV) gefördert. Auch Gebrauchtwagen sowie der Kauf und die Installation einer privaten Wallbox werden bezuschusst. Der Förderantrag kann über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausführkontrolle (BAFA) gestellt werden. Die Eigenbeteiligung des Herstellers wird bei Kauf oder Leasing in Abzug gebracht. Der Förderanteil der BAFA kann individuell als Anzahlung definiert werden. Käufer bzw. Leasingnehmer müssen die BAFA-Förderung persönlich beantragen. Ihr ŠKODA Autohaus unterstützt Sie dabei aber gern.

 

 

Welche steuerlichen Vorteile gibt es?

Wer bis zum 31.12.2024 ein Elektroauto zulässt, ist bis 31.12.2029 von der Kfz-Steuer befreit. Bei einem Verkauf des Autos vor Ablauf der Frist werden die Restjahre auf den nächsten Fahrzeughalter übertragen.

Was hat es mit der Dienstwagenregelung auf sich?

Wer einen vollelektrischen Dienstwagen mit einem Bruttolistenpreis unter 60.000 Euro fährt, muss nur 0,25 Prozent (statt 1 Prozent) des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. So zum Beispiel für den ENYAQ iV 50, 60 und 80 sowie die Modelle SUPERB iV und OCTAVIA iV. Für Fahrer von Elektroautos über 60.000 Euro Listenpreis sind es 0,5 Prozent. Bei einem Listenpreis von 50.000 Euro wären das also 125 Euro monatlich, die zum Bruttogehalt addiert und damit versteuert werden.

Weitere Informationen zum Thema Elektromobilität finden Sie auf unserer neuen Themenseite ŠKODA Green Future.

*Stand der Daten: Juli 2020