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Voiturette A: Das erste Automobil von Laurin und Klement

Zehn Jahre nach Unternehmensgründung produzierte L&K das erste eigene Automobil – schon damals mit beachtlichen technischen Innovationen.

Im Jahr 1905, also zehn Jahre nach Gründung der Fahrradfabrik Laurin & Klement, titelte die Allgemeine Automobilzeitung aus Wien, dass L&K schon bald das erste eigene Automobil verkaufen würden. In dem Artikel war von einer Voiturette die Rede, was wörtlich übersetzt so viel bedeutet wie „Wägelchen“.

Attraktives Preis-Wertverhältnis

Auf dem Prager Automobilsalon im April 1906 feierte die L&K Voiturette A dann ihre Premiere – mit ihr gelang Laurin & Klement der Durchbruch zum Automobilhersteller. Die Voiturette A war ein leichter Zweisitzer, der sich einfach fahren ließ. Das 7 PS starke Wägelchen kostet 3.600 Kronen, so viel wie ein Arbeiter aus der Maschinenbaubranche in zwei Jahren verdienen konnte. Dennoch überzeugte die Voiturette mit ihrem attraktiven Preis-Wertverhältnis. Die Kunden konnten bereits zwischen einer durchgehenden Bank oder zwei geteilten Sitzen und hölzernen Speichen- oder Drahtspeichenrädern wählen. Für das Gepäck stand ein geschlossener Kofferraum bereit. Die Farbpalette bot mit Rot, Grün, Blau und Weiß eine für jene Zeit reichhaltige Auswahl.

Im Jahr 1905, also zehn Jahre nach Gründung der Fahrradfabrik Laurin & Klement, titelte die Allgemeine Automobilzeitung aus Wien, dass L&K schon bald das erste eigene Automobil verkaufen würden. In dem Artikel war von einer Voiturette die Rede, was wörtlich übersetzt so viel bedeutet wie „Wägelchen“.

Attraktives Preis-Wertverhältnis

Auf dem Prager Automobilsalon im April 1906 feierte die L&K Voiturette A dann ihre Premiere – mit ihr gelang Laurin & Klement der Durchbruch zum Automobilhersteller. Die Voiturette A war ein leichter Zweisitzer, der sich einfach fahren ließ. Das 7 PS starke Wägelchen kostet 3.600 Kronen, so viel wie ein Arbeiter aus der Maschinenbaubranche in zwei Jahren verdienen konnte. Dennoch überzeugte die Voiturette mit ihrem attraktiven Preis-Wertverhältnis. Die Kunden konnten bereits zwischen einer durchgehenden Bank oder zwei geteilten Sitzen und hölzernen Speichen- oder Drahtspeichenrädern wählen. Für das Gepäck stand ein geschlossener Kofferraum bereit. Die Farbpalette bot mit Rot, Grün, Blau und Weiß eine für jene Zeit reichhaltige Auswahl.

Fortschrittliche Technik

Aber auch die Konstruktion und die technischen Daten der Voiturette A waren beachtlich: Das Chassis bestand aus einem Leiterrahmen, genietet aus Stahlpressteilen in U-Form, der zwei Starrachsen mit halbelliptischen Blattfedern trug. Die Kraftübertragung auf die Hinterachse erfolgte über ein Dreiganggetriebe mit Rückwärtsgang. In den ersten drei produzierten Fahrzeugen erfolgte der Antrieb der Hinterräder noch über eine starke Kette, die meisten Kunden entschieden sich aber für die damals sehr fortschrittliche Kardanwelle. Die nur rund 500 kg schwere Voiturette schaffte mit rund einem Liter Hubraum und sieben PS schon bis zu 40 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Gelungener Auftakt

Ende des Jahres 1906 erweiterte L&K das Angebot um ein stärkeres Modell: Die Voiturette B besaß einen 1,4-Liter-Ottomotor mit neun PS. Die Auslassventile wurden bereits über Nocken gesteuert, die Flüssigkeitskühlung arbeitete selbstzirkulierend und erhielt Unterstützung von einem Ventilator. Insgesamt entstanden 42 Voiturette A und 222 Voiturette B bis 1908. Von 1906 bis 1907 produzierte L&K elf Voiturette C mit längerem Radstand, Zwei-Liter-Motor und zwölf PS, auf deren Basis einige Taxis und ein Militär-Krankenwagen entstanden.

Heute können Sie eine Voiturette Typ A als ständiges Ausstellungsstück im ŠKODA Museum in Mladá Boleslav besichtigen – oder als originalgetreuen Nachbau im Zeithaus in der Autostadt in Wolfsburg.

Die Voiturette A erhielt am 18. Januar 1906 die behördliche Zulassung für den Straßenverkehr.
Die Voiturette A erhielt am 18. Januar 1906 die behördliche Zulassung für den Straßenverkehr.