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Vergessene Perlen aus 125 Jahren ŠKODA: der Kombi-Prototyp ,Hajaja‘ und warum er nie in Serie ging

In Teil 5 unserer Reihe werfen wir einen Blick auf den Kombi-Prototyp ,Hajaja‘

Seit 125 Jahren bietet ŠKODA clevere Ideen und entwickelt Fahrzeuge mit innovativen Designelementen und praktischen Features. Dieses stolze Jubiläum nehmen wir zum Anlass, um uns den Modellen zu widmen, die in der Unternehmenshistorie nicht so bekannt sind. In Teil 5 unserer Reihe werfen wir einen Blick auf den Kombi-Prototyp ,Hajaja‘.

Eine Märchensendung ist Namensgeber

Der ,Hajaja‘ ist heute ein Einzelstück – eine der besonderen Raritäten in der Ausstellung des ŠKODA Museums in Mladá Boleslav. Er basierte auf dem Prototyp Nummer 34, der nach 31.000 Testkilometern als Stufenhecklimousine im Februar 1963 nachträglich umgebaut werden sollte. Doch dies erwies sich komplizierter als gedacht: Um ein Problem mit dem Kofferraumboden zu lösen, wurde der Reihenvierzylinder im Heck liegend installiert. Der Zylinderkopf zeigte dabei nach links, der Wasserkühler befand sich rechts daneben. Und da die Maschine in dieser Konstellation aussah, als hätte sie sich zum Schlafen gelegt, hatte das Unikat schnell seinen Spitznamen weg: ,Hajaja‘, damals der Titel einer populären Märchensendung im Radio mit Gutenachtgeschichten.

Seit 125 Jahren bietet ŠKODA clevere Ideen und entwickelt Fahrzeuge mit innovativen Designelementen und praktischen Features. Dieses stolze Jubiläum nehmen wir zum Anlass, um uns den Modellen zu widmen, die in der Unternehmenshistorie nicht so bekannt sind. In Teil 5 unserer Reihe werfen wir einen Blick auf den Kombi-Prototyp ,Hajaja‘.

Eine Märchensendung ist Namensgeber

Der ,Hajaja‘ ist heute ein Einzelstück – eine der besonderen Raritäten in der Ausstellung des ŠKODA Museums in Mladá Boleslav. Er basierte auf dem Prototyp Nummer 34, der nach 31.000 Testkilometern als Stufenhecklimousine im Februar 1963 nachträglich umgebaut werden sollte. Doch dies erwies sich komplizierter als gedacht: Um ein Problem mit dem Kofferraumboden zu lösen, wurde der Reihenvierzylinder im Heck liegend installiert. Der Zylinderkopf zeigte dabei nach links, der Wasserkühler befand sich rechts daneben. Und da die Maschine in dieser Konstellation aussah, als hätte sie sich zum Schlafen gelegt, hatte das Unikat schnell seinen Spitznamen weg: ,Hajaja‘, damals der Titel einer populären Märchensendung im Radio mit Gutenachtgeschichten.

Zusätzlicher Stauraum unter der Fronthaube

Das Gepäckabteil des 4,15 Meter langen, 1,62 Meter breiten und 1,40 Meter hohen Kombi war durch eine nach oben aufschwingende Heckklappe gut zugänglich. Der Radstand blieb mit 2,40 Metern gegenüber der Stufenhecklimousine unverändert. Im Laderaum fanden bis zu 1,60 Meter lange Gegenstände Platz. Weil der Motor nun im Heck steckte, entstand unter der Fronthaube ein zusätzlicher Stauraum. Das Leergewicht von 811,5 Kilogramm drückte zu 61 Prozent auf die Hinterachse. Die maximale Zuladung lag bei 380 Kilogramm, genug für vier Erwachsene und noch etwa 80 Kilogramm Gepäck.

Die K.O.-Kriterien

Im Rahmen eines dreiwöchigen Versuchsprogramms spulte der Kombi-Prototyp im Mai und Juni 1963 7.000 Kilometer ab und erzielte dabei einen Durchschnittsverbrauch von 7,6 Litern pro 100 Kilometern bei einer mittleren Geschwindigkeit von 74 km/h. Der 988 ccm große Vierzylinder entwickelte eine Leistung von 31 kW (45 PS), was dem ,Hajaja‘ zu einem Spitzentempo von 115 km/h verhalf. Besonders positiv fiel den Testern das luftige Platzangebot im Innenraum und das großzügige Stauvolumen in beiden Kofferräumen auf. Nachteilig machte sich jedoch der komplizierte Motoreinbau im Heck bemerkbar, der Wartungs- und Servicearbeiten wesentlich erschwerte. Probleme bereitete auch die Kühlung des Vierzylinders. Das waren letztlich die K.O.-Kriterien, die gegen eine Serienfertigung dieser Modellvariante sprachen.

Der Reihen-Vierzylinder wurde liegend eingebaut
Die dreiwöchigen Tests des ,Hajaja‘ begannen Ende Mai 1963. Am Ende gab ŠKODA jedoch der zweitürigen Coupé-Variante des 1000/1100 MB den Vorzug.

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