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So funktionieren Scheibenwischer von ŠKODA

Darauf kommt es bei ŠKODA Scheibenwischern an

Kaum ein Bauteil am Auto hat sich im Lauf der vergangenen 100 Jahre so wenig verändert – und kaum eines finden wir so unverzichtbar: die Scheibenwischer. Aber haben Sie sich schon einmal gefragt, woher die Scheibenwischer eigentlich kommen? Oder ob sie alle über denselben Motor verfügen? Und warum unterscheiden sie manche Scheibenwaschdüsen voneinander?

Zwei Arten von Motoren bei Scheibenwischern

Die Bewegung der Scheibenwischer auf der Front- und Heckscheibe wird durch einen versteckten Gestängemechanismus ermöglicht, der von einem Elektromotor angetrieben wird. „In kleineren Autos wie dem ŠKODA FABIA oder SCALA verwenden wir einen einfachen Scheibenwischermotor. Wir nennen diese Art von Motor rotierender Motor, da sich die an einer Welle befestigte Kurbel des Motors um ihre eigene Achse dreht. Der Motor hat keine eigene Steuereinheit. Das Einschalten und die Wischgeschwindigkeit werden vom Steuergerät des Autos geregelt. Der Vorteil dieses Systems ist natürlich seine Einfachheit, der Nachteil ist die eingeschränkte Funktionalität im Vergleich zu reversiblen Motoren“, erklärt Pavel Švejdar, Experte aus der Entwicklungsabteilung.

Die besagten reversiblen Motoren finden sich in höherwertigen ŠKODA Modellen. Sie bewegen sich durch eine kontrollierte synchrone Drehung der Welle entsprechend der aktuell benötigten Leistung. Dadurch ist diese Ausführung leiser und laufruhiger und bietet einen größeren Funktionsumfang, wie z. B. eine tiefere Parkposition. Diese erlaubt es, die Wischer bei Nichtgebrauch unter der Kante der Motorhaube zu verbergen. Aber auch die einfachere Version bietet komfortable Funktionen wie die Serviceposition, langsameres Wischen beim Anhalten an einer Kreuzung oder die Steuerung durch einen Regensensor.

Im Windkanal erfolgt die Feinabstimmung der Scheibenwischer

„Bei der Entwicklung legen wir großen Wert auf die Funktionalität und Robustheit des Scheibenwischersystems bei niedrigen und hohen Temperaturen sowie bei hohen Geschwindigkeiten. Auch die Geräuschentwicklung ist von hoher Bedeutung. Das Scheibenwischersystem ist so ausgelegt, dass es bei Temperaturen von minus dreißig bis plus siebzig Grad einwandfrei funktioniert“, sagt Švejdar und fügt hinzu, dass die Wischerblätter über fünfhunderttausend Zyklen getestet werden. So lange sollten Sie ihre Wischerblätter freilich nicht nutzen – lassen Sie lieber alle sechs Monate neue Wischerblätter montieren.

Im Windkanal wird das Verhalten der Scheibenwischer bis ins kleinste Detail abgestimmt. Das Antriebssystem, die Krümmung der Wischerarme, der ausgeübte Druck und die Form der flexiblen Gelenke müssen perfekt kalibriert sein, damit der Luftstrom das Blatt nicht von der Scheibe abhebt. Dabei wird besonders auf das Zusammenspiel von Wischern und Sprays unter verschiedenen Bedingungen geachtet: vom Stillstand bis zur Höchstgeschwindigkeit eines Fahrzeugs. Darin begründet sich auch der Unterschied zwischen Originalwischern von ŠKODA zu den Produkten von anderen Herstellern, die in der Regel für eine Vielzahl von Modellen verschiedener Hersteller Scheibenwischer produzieren. Im Gegensatz zu ihnen sind Originalteile für ein bestimmtes ŠKODA Modell maßgeschneidert. Bei Ihrem ŠKODA Partner erhalten Sie somit immer die passenden Originalteile für Ihr Fahrzeug und profitieren außerdem von einem exzellenten Service.

Worauf es bei den Scheibenwaschdüsen ankommt

Bei der Positionierung der Scheibenwaschdüsen kommt es darauf an, dass ihr Spray die größtmögliche von den Wischern erreichbare Glasfläche erreicht und möglichst gleichmäßig bedeckt – bei allen Geschwindigkeiten und mit allen Flüssigkeitstypen! Ein weiteres Ziel ist es, dass die Sprühstrahlen der Scheibenwaschanlage nicht stören: Der Flüssigkeitsstrahl sollte also so gleichmäßig wie möglich sein und kein übermäßig hörbares Geräusch verursachen.

ŠKODA verwendet drei Arten von Scheibenwaschdüsen: Flüssigkeitsdüsen, Kugeldüsen und eine Kombination aus beiden Düsenvarianten. Die klassische Kugeldüse hat den Vorteil, dass sich der gewünschte Zielpunkt auf der Scheibe sehr genau treffen lässt. Das ist vor allem auch bei hohen Geschwindigkeiten von Vorteil, wenn der Strahl stabiler sein muss und weniger von der Luftströmung beeinflusst werden soll.

An den Frontscheiben eines ŠKODA werden ausschließlich Flüssigkeits- oder Kombidüsen verwendet. „Fluiddüsen funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie zum Beispiel die Sprinkler, mit denen Fußballplätze bewässert werden. Es handelt sich nicht um einen flachen Wasserstrahl, sondern um einen pulsierenden Fluidstrahl, der durch einen direkt in die Düse integrierten Chip hydrodynamisch erzeugt wird. Die Vorteile dieser Konstruktion sind eine große Flächenabdeckung und die einfach Strahlausrichtung. Die Nachteile liegen in einer geringeren Genauigkeit bei höheren Geschwindigkeiten und eine minimale Beeinträchtigung der Fahrersicht vor der ersten Wischerbewegung. Bei Heckscheiben werden entweder Flüssigkeits- oder Kugeldüsen genutzt, je nach Größe und Winkel der Windschutzscheibe und dem verfügbaren Platz für den Mechanismus“, fügt Švejdar hinzu.