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ŠKODA CEO Thomas Schäfer im Interview

Schäfer über seine Ambitionen und die Zukunft der Marke

Thomas Schäfer übernahm zum 3. August 2020 das Amt des Vorstandsvorsitzenden von ŠKODA AUTO. Seine berufliche Laufbahn in der Automobilindustrie begann der studierte Maschinenbauingenieur 1991 bei der Daimler AG. Bis 2002 arbeitete er in Deutschland, den USA und Südafrika in unterschiedlichen leitenden Positionen in den Bereichen Produktion und Qualitätsmanagement. Von 2002 bis 2005 war er als Technikvorstand Gründungsmitglied der DaimlerChrysler Malaysia mit Auf- und Umbau der Vertriebs-, Produktions- und Lieferantenumfänge. Im Interview hat er über die Zukunft der Marke ŠKODA gesprochen.

Herr Schäfer, Sie sind seit August an Bord bei ŠKODA. Was sind Ihre ersten Eindrücke?

Zunächst einmal möchte ich mich beim ŠKODA Team für die herzliche Aufnahme in den ersten Wochen bedanken. Das hat das Ankommen sehr einfach gemacht. Ich habe bereits viele Kollegen kennengelernt, bin im ŠKODA Museum tief in die 125-jährige Geschichte eingetaucht und habe einen sehr präzisen Überblick über den Status Quo des Unternehmens und die kommenden Produkte gewonnen. Wenn wir schon bei Produkten sind: Eines meiner bisherigen Highlights war die Weltpremiere unseres ENYAQ iV in Prag. Ein tolles Auto, auf das die Mannschaft zu Recht stolz sein kann.

Thomas Schäfer übernahm zum 3. August 2020 das Amt des Vorstandsvorsitzenden von ŠKODA AUTO. Seine berufliche Laufbahn in der Automobilindustrie begann der studierte Maschinenbauingenieur 1991 bei der Daimler AG. Bis 2002 arbeitete er in Deutschland, den USA und Südafrika in unterschiedlichen leitenden Positionen in den Bereichen Produktion und Qualitätsmanagement. Von 2002 bis 2005 war er als Technikvorstand Gründungsmitglied der DaimlerChrysler Malaysia mit Auf- und Umbau der Vertriebs-, Produktions- und Lieferantenumfänge. Im Interview hat er über die Zukunft der Marke ŠKODA gesprochen.

Wie schwer ist Ihnen der Abschied aus Südafrika gefallen, wo Sie zuvor fünf Jahre gelebt haben?

Südafrika ist zu meiner Heimat geworden – beruflich wie privat. Der Abschied fiel deshalb natürlich nicht leicht. Als ich jedoch im Flieger nach Europa saß, überwog die Vorfreude auf das Neue. Ich freue mich darauf, Tschechien, seine Menschen und die Kultur besser kennenzulernen. Und natürlich freue ich mich auf die spannende Aufgabe, die vor mir liegt. ŠKODA ist eine fantastische Marke mit großem Potenzial!

In welche Richtung wollen Sie ŠKODA entwickeln?

ŠKODA steht dank der Arbeit der Mannschaft und meines Vorgängers sehr gut da. Meine Hauptaufgabe und Verantwortung ist es, die Erfolgsstory von ŠKODA in den kommenden Jahren gemeinsam mit dem Team weiterzuführen. Ich werde dabei die Strategie 2025 beibehalten. Sie hat nach wie vor Bestand und wir sind noch lange nicht am Ziel. Nichtsdestotrotz werde ich natürlich auch meine eigenen Ideen einbringen, um ŠKODA auf das nächste Level zu heben.

Was genau meinen Sie damit?

Die Marke ist im Moment sehr klar positioniert. Ein ŠKODA bietet immer ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir überraschen unsere Kunden positiv mit unseren Simply Clever-Ideen, dem überragenden Raumangebot, einfacher Bedienung und einzigartigem Design. Modelle von ŠKODA sind technisch up-to-date und dabei immer zugänglich – ganz gleich, ob wir junge Menschen, Familien oder ein älteres Ehepaar ansprechen. Das werden wir beibehalten. Zusätzlich zum aktuellen Modellportfolio sehe ich jedoch noch weiteres Wachstumspotenzial, indem wir neue Märkte für uns erobern und uns noch stärker auf die Einstiegssegmente fokussieren. So haben wir die Möglichkeit, unsere Kundenbasis deutlich auszubauen.

Wenn Sie Einstiegssegmente sagen, meinen Sie damit den Schritt hin zu einer Billigmarke – so, wie es auch manche Medien geschrieben haben?

Nein, wir machen ŠKODA sicherlich nicht zur Billigmarke. Wir konzentrieren uns auf die koreanischen, japanischen und französischen Hersteller. Das ist unser Kernwettbewerb, da greifen wir an und werden das volle Potenzial von ŠKODA ausschöpfen. Ich freue mich schon auf die Markteinführung der neuen FABIA-Generation. Es wird ein tolles Auto werden und ich habe hohe Erwartungen an dieses Modell!

Wie schnell wird sich ŠKODA von den Folgen der Covid-19-Pandemie erholen? Wo wird ŠKODA am Jahresende stehen?

Wir setzen im weiteren Jahresverlauf alles daran, die Auswirkungen auf unser Geschäft so gering wie möglich zu halten. Die aktuellen Verkaufszahlen zeigen, dass das Jahr alles andere als verloren ist. Wir geben jetzt Vollgas, um das Maximale herauszuholen. Der Trend spricht für uns: Unsere weltweiten Juli-Zahlen lagen sogar acht Prozent über dem Vorjahr, wir konnten unseren Marktanteil deutlich ausbauen und auch der August war stark. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen für ihren Einsatz bedanken!

Sie arbeiten seit rund 30 Jahren in der Automobilindustrie. Was ist Ihre wertvollste Erfahrung?

Gemeinsam kannst Du fast Unmögliches erreichen. Wenn Du nicht den ersten Schritt machst, wirst Du nirgendwo ankommen. Es kommt auf das Vertrauen ins Team an. Ich bin mir sicher, dass wir hier bei ŠKODA gemeinsam tolle Dinge erreichen werden und das Unternehmen in dieser Dekade auf das nächste Level führen. Mir fällt dazu ein passendes Sprichwort aus Afrika ein: „Willst Du schnell gehen, gehe alleine. Willst Du weit kommen, gehe gemeinsam.“

„Wir machen ŠKODA sicherlich nicht zur Billigmarke.“

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