Rückspiegel

Rückblick: der ŠKODA RAPID

Ein Meilenstein in der Kompaktklasse

Nur wenige Monate nach der Einführung des Kleinstwagens ŠKODA CITIGO feierte die Kompaktlimousine ŠKODA RAPID auf der Mondial de l’Automobile in Paris Weltpremiere. Mit kompakten Außenmaßen, viel Platz für Passagiere und einem riesigen Kofferraum setzte der ŠKODA RAPID Maßstäbe im Segment der Kompaktlimousinen. Die jüngste Modellreihe hatte zentrale Bedeutung für die Wachstumsstrategie des Herstellers und ging in Deutschland am 20. Oktober 2012 an den Start. Auch in anderen europäischen Ländern kam der RAPID im Oktober auf den Markt.

„Mit dem ŠKODA RAPID zünden wir die nächste Stufe der ŠKODA Modelloffensive“, sagte der damalige ŠKODA Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. h.c. Winfried Vahland. „Das Auto ist ein wichtiger Pfeiler unserer Wachstumsstrategie 2018. Es wird nach dem OCTAVIA unser größtes Volumenmodell werden.“ Er sollte Recht behalten. Der RAPID ergänzte die Modellpalette des tschechischen Autobauers und füllte die Lücke zwischen dem ŠKODA FABIA und dem ŠKODA OCTAVIA. Er war im volumenstarken Kompaktsegment zu Hause. Dieses so genannte A-Segment stand 2012 weltweit für rund 36 Prozent des Automobilmarktes. Als Kernzielgruppen hatte ŠKODA mit dem RAPID insbesondere Familien im Fokus.

Viel Platz zu einem erschwinglichen Preis

Der RAPID definierte in seiner Klasse den neuen Maßstab für Geräumigkeit. Bei kompakten Fahrzeug-Außenmaßen (4,48 m Länge, 1,71 m Breite, 1,46 m Höhe) fanden bis zu fünf Insassen bequem und komfortabel Platz. Der RAPID wartete mit Klassenbestwerten bei Knie- und Kopffreiheit im Fond auf. Ebenfalls ‚Best-in-Class’ im Segment war das Kofferraumvolumen mit 550 Litern Fassungsvermögen.

Simply Clever: das Auto mit dem Eiskratzer im Tankdeckel

Mit seinem herausragenden Raumangebot war die neue ŠKODA Modellreihe durch und durch ein ‚Simply Clever’-Auto. Dabei bestach das neue Fahrzeug mit einer Vielzahl markentypischer ‚Simply Clever’-Lösungen. Ein besonders pfiffiges Beispiel für eine einfache und effektive Lösung: der Eiskratzer im Tankdeckel – seitdem hat das praktische Utensil einen festen Platz und das oft lästige Suchen im Winter entfällt. Ebenfalls zum ersten Mal bot ŠKODA auf Wunsch eine doppelseitige Kofferraummatte an.

Das neue ŠKODA Design: klar, präzise, frisch, zeitlos und elegant

Als erstes ŠKODA Serienfahrzeug überhaupt brachte der RAPID die neu entwickelte ŠKODA Designsprache vollständig zum Ausdruck: Perfekte Proportionen, klare und sauber modellierte Flächen und scharf gezeichnete Linien führten zu einem attraktiven Gesamtauftritt. Die Frontpartie zeigte die neue Interpretation der für ŠKODA typischen Gestaltungsmerkmale. Das neue Marken-Logo prangte selbstbewusst auf dem harmonisch abgerundeten vorderen Abschluss der Motorhaube. Der Kühlergrill zeigte einen fein gezeichneten Chromrahmen und wurde von vertikal angeordneten Lamellen geformt. Wie ein Kleeblatt gruppierte sich das Scheinwerferensemble an der Front des ŠKODA RAPID.

Umfassendes aktives und passives Sicherheitspaket

Großgeschrieben wurden beim ŠKODA RAPID die aktive und passive Sicherheit. Serienmäßig an Bord war beispielsweise das System ESC (Elektronische Stabilisierungskontrolle). Der lange Radstand, ein präzises Fahrwerk und die steife Karosseriestruktur bildeten die Basis für eine stabile Fahrdynamik. Optional erhältliche Funktionen wie Reifendrucküberwachung, Nebelscheinwerfer mit integriertem Abbiegelicht oder der Berganfahrassistent (Hill-Hold-Control) erhöhten das aktive Sicherheitsniveau des Fahrzeugs. Ein umfangreiches Sicherheitspaket schützte die Insassen im Fall eines Aufpralls passiv. Dazu gehörten unter anderem serienmäßig sechs Airbags im Front-, Seiten- und Kopfbereich sowie höhenverstellbare Dreipunkt-Sicherheitsgurte mit Gurtstraffern. Die steife Karosserie optimierte das Verformungsverhalten des Fahrzeugs bei einem Aufprall.

Weltweit beliebt

In landesspezifischen Versionen wurde der ŠKODA RAPID auch in China und Russland produziert und verkauft. Im Jahr 2013 erfolgte der Marktstart in China. Im Frühjahr 2014 startete die Produktion des russischen RAPID im russischen Volkswagen Werk Kaluga. Seit Ende 2011 war zudem eine indische Variante des RAPID in Indien erfolgreich auf dem Markt. 2019 wird der RAPID vom modernen SCALA abgelöst, der auf der neuen MQB A0- Plattform des Volkswagen Konzerns aufbaut, was mehr Platz im Innenraum, eine verbesserte Sicherheit, ein verringertes Gewicht und verbrauchsgünstigere Motoren bedeutet.