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Oldtimer-Rallye Sachsen Classic macht erstmals überhaupt Station bei ŠKODA AUTO in Mladá Boleslav

ŠKODA Classic geht mit fünf Oldtimern an den Start; ŠKODA AUTO Deutschland sowie private Eigentümer setzen weitere Fahrzeuge ein

Die Oldtimer-Rallye ,Sachsen Classic‘ zählt in Europa zu den größten und bedeutendsten Veranstaltungen ihrer Art. Zum Starterfeld mit Fahrzeugen aus der Zeit von den 1920er- bis in die 1990er-Jahre gehören regelmäßig historische Modelle von ŠKODA Classic. ŠKODA AUTO hat in diesem Jahr mit fünf historischen Modellen von ŠKODA Classic an der Oldtimer-Rallye Sachsen Classic teilgenommen. Die Strecke mit einer Gesamtdistanz von 685 Kilometern führte zunächst von Zwickau durch das Erzgebirge und von dort weiter nach Dresden. Die dritte und längste Tagesetappe stand unter dem Motto ,120 Jahre ŠKODA Motorsport‘. Die Teilnehmer fuhren von Dresden zum ŠKODA AUTO Stammsitz nach Mladá Boleslav, wo die mehr als 150 historischen Automobile um die Mittagszeit vor dem ŠKODA Museum zu sehen sind.

 

 

Bei Oldtimerfans besonders beliebt, fährt ein ŠKODA FELICIA aus dem Jahr 1962 mit auffälliger türkisfarbener Lackierung über die Startrampe. Das Cabriolet zählt zu den schönsten Fahrzeugen der tschechischen Automobilgeschichte. Auch der ŠKODA 1100 MBX De Luxe von 1969 ist ein Beleg für die Fähigkeiten der damaligen Techniker und Designer: Die Karosserie der zweitürigen Variante des populären ,MB‘ kennzeichnen die fehlenden oberen Teile der B-Säulen, daher wirkt das Interieur bei geöffneten Fensterscheiben besonders luftig. Dieses seltene Modell ist heute ein ebenso wertvoller wie gesuchter Oldtimer. Auch die drei weiteren von ŠKODA Classic eingesetzten Fahrzeuge stehen bei Fans der Marke hoch im Kurs: Die beiden Modelle vom Typ ŠKODA 110 R prägt eine sportlich-elegant gezeichnete Coupé-Karosserie. Der 110 R verzeichnete große Verkaufserfolge und diente außerdem als technische Basis für die bekannten Rallye- und Rennfahrzeuge ŠKODA 180 RS sowie 200 RS und 130 RS, der als ,Porsche des Ostens‘ bekannt wurde.

Zu den absoluten Highlights unter den teilnehmenden Fahrzeugen gehört der ŠKODA 1100 OHC Roadster aus dem Jahr 1957 mit einer Spitzengeschwindigkeit von 200 Stundenkilometern. Der Rennwagen mit offener Karosserie gehört zur Sammlung des ŠKODA Museums und ist eines von nur zwei produzierten Exemplaren.

ŠKODA begann im Frühjahr 1956 mit der Entwicklung des Fahrzeugs und wollte mit dem Modell nach der Teilnahme am prestigeträchtigen ,24-Stunden-Rennen‘ in Le Mans im Jahr 1950 in der Folge erneut an der Sarthe starten. Aufgrund der politischen Lage ließ sich dieses Vorhaben allerdings nicht mehr realisieren. Die hier vorgestellten fünf Fahrzeuge des ŠKODA Classic-Teams wurden im Starterfeld durch drei weitere ŠKODA Fahrzeuge ergänzt, darunter ein vom siebenfachen Deutschen Rallye-Meister Matthias Kahle pilotierter ŠKODA RAPID, das bislang letzte heckgetriebene Coupé in der Geschichte der Marke aus den 1980er-Jahren. Hinzu kamen ein OCTAVIA 1200 TS aus dem Jahr 1961 sowie ein weiterer FELICIA.

Die Sachsen Classic machte in diesem Jahr erstmals überhaupt am Stammsitz von ŠKODA AUTO in Mladá Boleslav Station. Bei dieser Gelegenheit lohnte sich auch ein Besuch des unternehmenseigenen Museums. Neben der Dauerausstellung ist hier auch die neue, spannende Ausstellung ,Im Zeichen der Elektromobilität‘ zu sehen, die unter anderem die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der E-Mobilität in den Blick nimmt.