Innovation

Mythen über Elektrofahrzeuge – Teil 2

Im zweiten Teil unseres Artikels zu Mythen über die Elektromobilität räumen wir mit weiteren Irrtümen über Elektrofahrzeuge auf

Aktuell ist das Thema Elektromobilität mit Skepsis verbunden – das möchten wir ändern. Im ersten Teil unseres Artikels, der sich mit Mythen rund um die Elektromobilität beschäftigt, wurden bereits einige gängige Irrtümer, wie lange Ladezeiten oder mangelnde Sicherheit, aufgegriffen. Nun klären wir zu weiteren Mythen auf:

Mythos #4: Viele Produktionsjobs werden für die Herstellung von Elektroautos wegfallen

Elektroautos sind einfacher herzustellen und enthalten weniger Komponenten als Autos mit Verbrennungsmotoren – das stimmt. Jedoch kann E-Mobilität im Gegenzug Arbeitsplätze in neuen Bereichen schaffen. Eine Studie der Organisation Verkehr & Umwelt zeigt, dass die geringere Abhängigkeit von Ölimporten und die niedrigeren Betriebskosten von Elektroautos dazu führen werden, dass Verbraucher und Unternehmen in Europa mehr Geld zur Verfügung haben werden – und dies wiederum wirkt sich in mindestens 500.000 neu entstehenden Arbeitsplätzen bis 2030 aus.

Mythos #7: Rohstoffe für Elektroautos sind knapp

Viele seltene Metalle wie zum Beispiel Lithium werden zur Herstellung von Autobatterien benötigt. Kritiker sagen, dass es an diesen Rohstoffen für die Massenproduktion von Elektroautos mangele, aber das ist zu kurz gedacht. Es wird zum Beispiel immer weniger Kobalt – ein Edelmetall für die Herstellung von Batterien – benötigt, und es gibt bereits Batterietechnologien, die ganz ohne Kobalt auskommen. Was Lithium anbelangt, so werden ständig neue Vorkommen gefunden. Die Tschechische Republik zum Beispiel verfügt über beträchtliche Lithiumvorkommen, die etwa 3 Prozent der weltweiten Reserven ausmachen. Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektroautos wird es zudem möglich sein, mehr Metalle aus recycelten Batterien zu verwenden.

Mythos #8: Elektroautos sehen langweilig aus

Elektroautos geben den Designern viel mehr Spielraum für die Gestaltung des Autos, da die Batterien im Boden des Fahrzeugs liegen und das Auto nicht den traditionell großen Motorraum benötigt. Das bedeutet, dass Elektroautos entweder wie Standardautos aussehen können, wie der CITIGOe iV, dessen Elektroversion denselben Innenraum und eine ebenso hohe Zweckmäßigkeit bietet wie die frühere Verbrennerversion. Oder sie wirken besonders dynamisch, wie die Studie VISION iV, die der Vorläufer des demnächst erscheinenden Serienmodells ŠKODA ENYAQ iV ist. Die neuen Layoutmöglichkeiten ermöglichen es, attraktivere Innenräume zu schaffen. Elektroautos, die wie der ENYAQ iV die MEB-Plattform nutzen, bieten viel mehr Innenraum als Standardwagen gleicher Größe und verfügen in der Regel über ein hochmodernes Armaturenbrettdesign.