Rückspiegel ŠKODA VISION E: von der Vergangenheit in die Zukunft

Auf der IAA in Frankfurt sorgt die Elektrostudie ŠKODA VISION E für Begeisterung. Was viele nicht wissen: Die Elektromobilität spielte bereits in der Anfangszeit des Automobils eine bedeutende Rolle.

Was viele nicht wissen: Die Idee vom Elektroauto war der Automobilindustrie schon an der Wiege gesungen. Wer Ende des 19. Jahrhunderts von einem Auto sprach, meinte ganz selbstverständlich ein Elektroauto oder ein dampfgetriebenes Fahrzeug. Denn in den Pioniertagen des Automobils waren diese dem Verbrennungsmotor weit überlegen. Erst nach 1900 traten langsam Verbrennungsmotoren ihren Siegeszug an.

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Zwei Pioniere: Volta und Faraday

Die technischen Voraussetzungen für den Elektromotor waren die im Jahr 1800 von Alessandro Volta erfundene elektrische Batterie und die Entdeckung des Physikers Michael Faraday aus dem Jahr 1821, wonach elektromagnetische Kräfte eine Rotation erzeugen können. Joseph Henry entwickelte 1830 den Gleichstrommotor. Im Lichte dieser Erkenntnisse bauten dann Thomas Davenport im Jahre 1834 und zwei Jahre später Robert Anderson die ersten Elektroautos. Damals noch mit einer nicht wieder aufladbaren Batterie – erst 1860 wurde der Bleiakkumulator erfunden.

Noch war die Erfindung jedoch nicht reif für die Praxis. Dieser Sprung gelang Gustave Trouvé, der 1881 auf der Internationalen Elektrizitätsausstellung sein dreirädriges, 12 km/h schnelles Elektrofahrzeug „Trouvé Tricycle“ vorstellte. Die gleiche Höchstgeschwindigkeit erreichte auch der elektrisch angetriebene Kutschenwagen Elektromote, den Werner von Siemens im Jahr 1882 präsentierte. Den für den Vortrieb nötigen Strom bezog dieses Fahrzeug aus einer Oberleitung, die über der Straße verlief. Als Carl Friedrich Benz 1885 seine Motorkutsche vorstellte, war das Elektroauto schon weit verbreitet. Ferdinand Porsche zeigte auf der Weltausstellung in Paris im Jahr 1900 ebenfalls einen Elektrowagen. Ein Jahr zuvor hatte der Belgier Camille Jenatzy mit seiner elektrisch betriebenen „La Jamais Contente“ einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt: Das Auto, dessen Form an eine Rakete erinnerte, erreichte 105,88 km/h und war damit das erste Fahrzeug überhaupt, das die 100 km/h-Schallmauer durchbrach.

E-Antrieb verfiel in eine Art Dornröschenschlaf

Das erste Auto mit Verbrennungsmotor verließ in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Werkshalle. Knapp 50 Jahre später hatten die Autos mit Benzin- und Dieselmotor die Elektrofahrzeuge überholt. Die neuen Motoren waren den mit schweren Akkus bestückten E-Mobilen an Reichweite überlegen. Die Erfindung des Anlassers brachte den Ottomotor auf die Überholspur. Ankurbeln war nun passé. Preisgünstiges Öl leitete endgültig die neue Ära ein. Zu jener Zeit legten nahezu alle Autohersteller den Fokus auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Der E-Antrieb verfiel in eine Art Dornröschenschlaf.

Oberbaurat a. D. Klose, Präsident des Mitteleuropäischen Motorwagen-Vereins, wagte zum Ende der Elektroauto-Ära eine weitsichtige Prognose. Bei der Gründung seines Vereins im Jahre 1897 sah er „das große Gebiet des weiten Landes von Ölmotorfahrzeugen durcheilt und die glatte Asphaltfläche der großen Städte wie auch die Straßenschiene von mit Sammlerelektrizität getriebenen Wagen belebt“. 120 Jahre später spielt die Elektromobilität eine Schlüsselrolle in der globalen Wachstumsstrategie der Marke ŠKODA. Bis zum Jahr 2025 wird das Unternehmen neben Plug-in-Hybridmodellen auch fünf rein elektrisch angetriebene Automobile auf den Markt bringen.


VISION E: Schlüsselrolle bei ŠKODA

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