Köpfe Helden im Hintergrund: Christian Wiedenhofer

Fabian Kreim hat die DRM gewonnen! Entschieden dazu beigetragen hat auch das Mechaniker-Team um Christian Wiedenhofer.

Benzingeruch liegt in der Luft und von Ferne dröhnen Motorengeräusche, die näher kommen. Die Mechaniker stehen schon bereit, als Pilot Fabian Kreim seinen ŠKODA FABIA R5 in das Servicezelt bei der Niedersachsen-Rallye steuert. Jeder Handgriff muss jetzt sitzen, damit der Deutsche Rallye-Meister nach dem Service-Stopp mit einem optimal eingestellten Fahrzeug zurück auf die Strecke kann. Vier Reifen, vier Mechaniker.

Einer von Ihnen ist Christian Wiedenhofer, den alle nur Widi nennen. Er ist Car-Chief und außerdem für die linke Vorderachse verantwortlich. Konzentriert überprüft der Österreicher sämtliche Schrauben, kontrolliert, ob es eine undichte Stelle gibt, checkt die Bremsen und das Differential. Ab und an werfen sich die Mechaniker einen Fachbegriff auf Englisch zu – das ist die Teamsprache zwischen den drei Österreichern Widi, Roman Wagenhofer und Ricardo Holz und dem Tschechen Bohumir Kernstock, die an diesem Rallyewochenende im Harz für Fabian Kreims ŠKODA verantwortlich sind. Geredet wird ansonsten kaum. Nur das Klackern der Werkzeuge ist im Servicezelt zu hören.

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Teamwork

"Es hat alles gut geklappt, ich bin ziemlich stolz auf meine Jungs", sagt Widi und lächelt erleichtert, als Fabian Kreims ŠKODA den Serviceplatz nach 15 Minuten wieder verlassen hat. Der Stopp hat gut funktioniert, es gab keine Zwischenfälle. Als Car-Chief ist Widi der ranghöchste Mechaniker. "Mein Job ist es, dafür zu sorgen, dass unser Auto ins Ziel kommt", beschreibt der Österreicher seine Aufgabe ganz lapidar.

Dazu gehört auch, dass er gemeinsam mit dem Renningenieur die Entscheidungen trifft, wenn einmal improvisiert werden muss und größere Arbeiten anliegen. "Das Improvisieren ist für uns Rallyemechaniker das Wichtigste überhaupt", sagt Widi und stapelt dabei ein wenig tief. Denn wenn es sein muss, wechseln er und seine Kollegen ein komplettes Getriebe in weniger als 20 Minuten. 

Es ist eine Arbeit im Hintergrund, die Widi und sein Team leisten. Nach der Niedersachsen-Rallye, die Fabian Kreim auch dank seines Teams gewinnt, wird der Fahrer vor dem historischen Rathaus von Osterode geehrt werden. Jubelnde Fans, laufende Kameras, Journalisten, die Interviews wollen.


Ich bin ziemlich stolz auf meine Jungs!

Widi und sein Team bekommen von all dem Trubel kaum etwas mit. Aber sie wissen, wie sehr Fabian Kreim und alle Mitarbeiter im ŠKODA Team ihre Arbeit schätzen. Kreim beispielsweise sagt: "Die Jungs tun so viel für mich, deswegen bin ich ihnen auch unendlich dankbar. Die Mechaniker legen sich bei minus zwei Grad im Schnee unters Auto, wenn’s sein muss. Nur, damit ich weiterfahren kann." Es sind auch solche Siege und solche Sätze, die Widi und seine Kollegen motivieren.


Die Helden aus dem Hintergrund

Jeder kann auf jeden zählen

Der Car-Chief lebt und liebt seinen Job, das merkt man schnell, wenn man ihn bei der Arbeit beobachtet. Auch unter dem größten Druck – und der herrscht eigentlich immer – arbeitet er ruhig und konzentriert. Diese Ruhe strahlt auch auf seine Mechaniker-Kollegen ab. Widi ist der Chef, klar. Aber zugleich weiß er genau, dass er nur als Teil des Teams Erfolg haben kann. "Wir sind alle aufeinander angewiesen. Man braucht viel Vertrauen zueinander", sagt der Mann aus der Steiermark.

Seit über 20 Jahren arbeitet er im Motorsport, kam durch einen guten Freund dahin. Bei ŠKODA ist er nun seit zwei Jahren. Was das Besondere am Team ist? "Die Leidenschaft für die Sache, unser Perfektionismus und der Teamgeist, der uns zusammenschweißt." Und natürlich das Auto. "Ich kenne an diesem Auto jede Ecke und jede Schraube. Der R5 ist für mich mehr als ein Haufen Technik, natürlich entwickelt man über die Zeit auch eine Beziehung zu dem Wagen und es tut weh, wenn das Auto mal kaputt ist." Damit die Mechaniker ein noch besseres Gefühl für den Boliden bekommen, hat Teamchef Raimund Baumschlager eingeführt, dass sie regelmäßig mitfahren, um hautnah zu erleben, was Auto und Technik bei einer Rallye leisten müssen. "Wir sind eben alle penible Perfektionisten bei ŠKODA", lacht Wiedenhofer.


Wir sind Perfektionisten

Diesen Perfektionismus sieht man auch an ihrem Arbeitsplatz. Der ist so ordentlich aufgeräumt, dass er fast wie ein hygienisch steriler Operationsraum wirkt. Warum? Der Car-Chief versteht die Frage nicht. "Daheim ist es doch auch sauber!", entgegnet er mit einem Ausdruck von Selbstverständlichkeit – für Widi und seine Kollegen ist der Arbeitsplatz eben auch ein Stück Zuhause. Und wie zu Hause ist auf der Arbeit ebenfalls nicht jeden Tag Sonnenschein. "Launen sind menschlich. Die hat jeder – auch bei uns im Team", sagt Widi. Wichtig sei nur, dass es sich nicht aufs Team überträgt, wenn einer mal mit dem falschen Fuß aufgestanden ist. Auch in dieser Hinsicht sei er als Car-Chief in der Pflicht. "Es gehört auch zu meiner Aufgabe, für gute Laune im Team zu sorgen."

Am besten ist die Laune natürlich, wenn das Team einen Meistertitel gewinnt. "Das ist der größte Moment für einen Mechaniker. So ein Titel zeigt, dass die Arbeit, die wir das ganze Jahr über geleistet haben, gut gewesen sein muss. Da kann man dann mit dem Team richtig feiern und ein Bierchen trinken."


Der größte Moment für einen Mechaniker

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