German Design Award 2018

Köpfe Fabian Kreim: Das ist mein ŠKODA FABIA R5

Heute stellt Fabian Kreim seinen ŠKODA FABIA R5 vor – mit Details, die Sie sicherlich noch nicht kannten!

Fabian Kreim hat zwar eine Handbremse in seinem ŠKODA FABIA R5, aber wenn er anhält, muss er sein Auto trotzdem mit ein paar Tricks am Wegrollen hindern. „Die hydraulische Handbremse wird ausschließlich dafür benutzt, um möglichst schnell um Spitzkehren zu kommen“, erzählt der deutsche Rallye-Meister. „Wenn wir anhalten, müssen wir deshalb immer auf einer möglichst geraden Fläche stehen und eine Bordsteinkante suchen, gegen die wir ein Rad des Autos stellen können. Oder wir suchen im Gebüsch einen Stock oder Stein, den wir unter das Rad legen können.“

Das ist nur eine der vielen Feinheiten, die das schnellste Auto in der Deutschen Rallye-Meisterschaft vom Serienmodell des FABIA unterscheiden. „Eigentlich ist unser R5 mit einem normalen FABIA überhaupt nicht zu vergleichen.“

Das fängt schon beim schicken grün-weiß-schwarzen Outfit mit der Deutschland-Fahne an, das mit dünnen Folien auf den weißen FABIA geklebt wird. Ein anderer Unterschied: Die Frontschürze ist nur mit zwei Schrauben und Halterungen befestigt, weil sie bei der wilden Fahrt auf Asphalt- und Schotterpisten leicht beschädigt wird und oft blitzschnell von den Mechanikern beim Service ausgetauscht werden muss. Außenspiegel gibt es zwar, aber die sind wegen der Aerodynamik extrem klein gehalten.

50 bis 60 Grad im FABIA R5

Auch das Innenleben des FABIA R5 von ŠKODA AUTO Deutschland ist komplett anders. „Es gibt keinerlei Komfort, weder Radio oder Klimaanlage. Im Sommer kann es deshalb in unserem FABIA R5 schnell 50 bis 60 Grad heiß werden. Wir versuchen, uns mit gutem Training und viel Trinken darauf einzustellen. Aber trotzdem bin ich unter dem Rennanzug dann immer von oben bis unten nassgeschwitzt.“

Sechs Sicherheitsgurte für den optimalen Halt

Auch die Position der Sitze ist komplett anders als in einem normalen Serienfahrzeug. „Der Sitz ist viel weiter hinten, damit eine möglichst optimale Gewichtsverteilung im Auto erreicht wird. Deshalb sind auch die Pedalerie, Schalthebel und Handbremse zurückgesetzt“, beschreibt Kreim.

Der Körper wird im Sportsitz von sechs Gurten gehalten – und er ist genau wie das Lenkrad fest positioniert und kann nicht selbst verstellt werden: „Wenn du da etwas verändern willst, brauchst du einen Mechaniker.“


Wenn du da etwas verändern willst, brauchst du einen Mechaniker

Hupe in der Mittelkonsole

Eine Rückbank gibt es ohnehin nicht, da es im FABIA R5 ja um wenig Gewicht und höchstmöglichen Speed geht – und nicht um Personenförderung. Als unverzichtbares Sicherheitsmerkmal ist ein Überrollkäfig eingebaut, der Fabian Kreim und seinen Beifahrer Frank Christian im Fall eines Crashs schützt.

Auf im Rallye-Sport vergleichsweise häufige Zwischenfälle und Pannen sind die beiden gut vorbereitet. „Im Kofferraum haben wir meist zwei Ersatzräder samt Schlagschrauber, um die Reifen möglichst schnell wechseln zu können. Dazu Luftprüfer, umfangreiches Bordwerkzeug und Querlenker, damit wir bei einem Schaden an der Achse reagieren können“, beschreibt Kreim.

Natürlich sieht auch das Lenkrad komplett anders aus: Dort befinden sich zum Beispiel die Knöpfe für Blinker, Scheibenwischer und Wischwasser. „Falls es auf einer Prüfung anfängt zu regnen, mache ich den Scheibenwischer an und Frank die Scheibenheizung, damit die Scheibe nicht beschlägt.“ In der Mittelkonsole sind außerdem die Schalter für Licht, Warnblinker und Hupe angebracht, zudem schaltet Kreim dort vor jeder Prüfung den Stage-Modus ein, um die maximale Leistung seines Autos abzurufen.


Licht und Hupe sind in der Mittelkonsole

"Inzwischen kenne ich den FABIA R5 in- und auswendig und ich liebe ihn"

Und wie ist nun das Gefühl in diesem ganz speziellen Arbeitsgerät beim Fahren? „Man hört jeden Schaltvorgang sehr deutlich und es ist laut im Auto. Das ist aber überhaupt kein Vergleich zum Vorgängermodell FABIA SUPER 2000, in dem viel mehr Krach war.“

Der Turbolader im FABIA R5 sorgt außerdem dafür, dass das neueste Siegerfahrzeug von ŠKODA leichter zu fahren ist. „Man hat einen Gang weniger als beim SUPER 2000, da hat man wirklich bei jeder Geschwindigkeit den richtigen Gang gebraucht, um optimale Zeiten zu fahren. Der R5 hat wesentlich mehr Leistung und ist viel schneller. Der Anfang im neuen Auto war nicht einfach, aber inzwischen kenne ich den FABIA R5 in- und auswendig und ich liebe ihn.“ Kein Wunder, schließlich hat ihn der Turbo-Allradler zum Deutschen Meister gemacht…


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