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Horrorheld: ŠKODA FERAT Vampire RSR

Makeover für den blutsaugenden „Autovampir“, der vor 40 Jahren Karriere auf der Kinoleinwand machte

Hat ŠKODA bereits vor mehr als 40 Jahren einen Motor erfunden, der ohne Benzin auskommt und die gesamte Antriebsenergie aus nachwachsenden Quellen an Bord bezieht? Irgendwie schon: Der futuristische ŠKODA FERAT nutzte für seinen Antrieb eine ganz besondere Art nachwachsender Energie: Er saugte Blut aus dem Gasfuß seiner Fahrer – da erhält der Begriff „Saugmotor“ gleich eine ganz neue Bedeutung…

Dieses Gruselgefährt gab es aber nur auf der Kinoleinwand – im tschechischen Kultfilm „Der Autovampir“. Mindestens ebenso spektakulär wie die fantastische Filmidee war der Hauptdarsteller. Denn unter der Maske des ŠKODA FERAT Vampire RSR verbarg sich ein aufregender Prototyp: das zweisitzige Coupé 110 SUPER SPORT, das die ŠKODA Designer bereits 1972 präsentiert hatten. Aber wie wurde aus dem lebensfrohen Freizeitfahrzeug ein blutsaugender Bösewicht? Hier kommt die Story des keilförmigen Coupés, des bizarren Kultfilms und der Wiederkehr des „Autovampirs“ in einem Makeover von ŠKODA Designer Baptiste de Brugiere.

Leinwand-Unikat: ŠKODA FERAT Vampire RSR

Mit dem 110 SUPER SPORT hatten die ŠKODA Designer Anfang der 70er-Jahre ein sensationelles Auto auf die Räder gestellt, das auf dem Sportcoupé ŠKODA 110R basierte. Jahre später begann dann das zweite Leben des ŠKODA 110 SUPER SPORT, als der Filmemacher Juraj Hertz 1981 beschloss, die düstere Erzählung „Vampir Ltd.“ des Science-Fiction-Autors Josef Nesvadba zu verfilmen. Die Story eines blutsaugenden Autos als Gleichnis für die Schattenseiten der Konsumgesellschaft reizte ihn. Bei der Recherche für einen automobilen Hauptdarsteller traf er auf den kantigen Keil von ŠKODA.

Für die Rolle des ŠKODA FERAT Vampire RSR wurde – mit kräftiger Unterstützung des Wolfsburger Spoiler-Spezialisten Kamei – die harmonische Frontpartie eckiger gestaltet und ein mächtiger Heckflügel aufgesetzt. Da der FERAT ein Rallye-Auto darstellen sollte, erhielt der 110 SUPER SPORT vier gigantische Zusatzscheinwerfer und wechselte sein Gewand. Im Film trägt der untote Renner eine nachtschwarze Lackierung mit blutroten Akzenten. Highlight der mutigen Kreation war das einzigartige Türkonzept: Zum Einsteigen ließ sich der gesamte Vorderbau nach vorn hochklappen, wie die Kanzel eines Kampfjets. Die Motorhaube öffnete sich nach hinten und gab den Blick frei auf ein 1,1-Liter-Vierzylinder mit 54 kW Leistung.

Makeover einer Ikone zum 40. Jubiläum

Der teils trashige, teils kultige Inhalt des Films und seine zahlreichen cleveren Anspielungen auf andere Horrorklassiker machten ihn umgehend zu einem Kinohit in der damaligen Tschechoslowakei. Jahre später schaffte es „Der Autovampir“ sogar ins öffentlich-rechtliche deutsche Fernsehen. Erst im Sommer 2016 kehrte der Autovampir zurück auf die Straße: Zur Feier des 35. Geburtstags des tschechoslowakischen Kultfilms schickte ŠKODA bei der Rallye Bohemia sein Werksduo Jan Kopecký und Pavel Dresler in einem schwarz lackierten FABIA R5 „Vampire RSR“ ins Rennen.

Pünktlich zum 40. Jubiläum des Films schenkte ŠKODA Designer Baptiste de Brugiere der Filmikone nun ein Makeover und gestaltete seine Idee von einem Vampir der Zukunft. Brugiere entdeckte das ŠKODA FERAT Vampire RSR Unikat im ŠKODA Museum und war sofort fasziniert. Für die Reihe „Icons get a Makeover“ designte er eine moderne Interpretation des Filmhelden und führte dabei die Proportionen, das spitze Dach und den Heckspoiler ins Extreme. Das Resultat ist fantastisch: Ein sehr kantiger Supersportler der Zukunft mit klaren FERAT Referenzen wie den vier LED-Scheinwerfern, die wie Vampirzähne aussehen. An der Front des Makeovers ist klar die moderne ŠKODA Designsprache mit dem typischen Power Dome zu erkennen. Den Blick in den Innenraum wollte Baptiste de Brugiere nicht wagen, aber er ist sicher, dass der ŠKODA FERAT Vampire RSR auch in Zukunft noch von sich hören und sehen lässt.