Innovation

Eine Studie zum ŠKODA FELICIA

Wie würden die legendären Fahrzeuge aus der 125-jährigen Geschichte von ŠKODA aussehen, wenn die heutigen ŠKODA Designer sie gestalten würden? Wir zeigen Ihnen den FELICIA in einem modernen Look.

In der Vorstellung des ŠKODA Designers Martin Leprince steht der ŠKODA FELICIA für ein unbeschwertes Leben. Eine Fahrt im Sonnenschein in einem schönen Cabriolet ist immer ein Vergnügen – eine unverwechselbare Verbindung zwischen Fahrzeug, Fahrer und der Umgebung. Diese drei Elemente miteinander zu verknüpfen, war das Ziel des französischen ŠKODA Designers Martin Leprince bei seiner modernen Version des Kult-Cabrios.

Äußeres und Inneres im Einklang

Wenn Martin hinter dem Lenkrad des originalen FELICIA-Cabriolets im ŠKODA Museum sitzt, erfreut er sich vor allem an den Details und streicht mit den Händen über die verschiedenen Merkmale des historischen Fahrzeugs. „Ich berühre gerne die Materialien“, gibt er zu. Seine Leidenschaft für Interieurdesign zeigt sich auch in seiner Studie zum FELICIA. „Bei einem Cabriolet kann man das Äußere und den Innenraum gleichzeitig sehen. Die Leute mögen Autos wegen ihres äußeren Aussehens kaufen, aber die meiste Zeit sehen sie das Auto von innen. In einem Cabriolet verbinden sich das Äußere und Innere auf wunderbare Art und Weise“, sagt Martin Leprince. Er entschied sich bei seinem Design als Schnittstelle zwischen Innen- und Außenraum für eine Windschutzscheibe, die einige Zentimeter über der Karosserie „schwebt“ und sich nach innen wölbt, um als Instrumententafel und Infotainmentdisplay zu dienen. Damit weicht er die Grenzen zwischen Exterieur und Interieur auf. Die Polsterung, die bis zu den Karosserieblechen reicht, verstärkt dieses Gefühl der Einheit zusätzlich.

Bohemischer Lebensstil

„Ich nenne das Auto ‚Bohe Vita‘, weil es für mich einen bohemischen Lebensstil verkörpert – eine Art tschechische Version von La Dolce Vita“, erklärt der Designer. Am meisten inspirierten ihn am Originalmodell die eleganten Linien und Proportionen. Der Insassenraum befindet sich wie beim Vorbild zwischen den Rädern, und auch der lange hintere Überhang und die Länge der Motorhaube erinnern an das Original. Sein FELICIA ist aber mehr als nur eine Studie: „Ich habe versucht, die aktuelle klare Designsprache von ŠKODA zu nutzen, um eine modernere und einzigartige Interpretation des alten Modells zu schaffen“, sagt Martin.

Stift und Tablet

Martin Leprince begann seine Arbeit an der Studie damit, Skizzen anzufertigen. „Wenn man in einem kleinen Maßstab arbeitet, kann man sich schnell ein Bild von den grundlegenden Proportionen machen. Man verschwendet keine Zeit mit Details, sondern interessiert sich vor allem für die Hauptlinien, die dem Auto seine Identität geben“, beschreibt er seine Arbeitsweise. Nach einer Reihe von Skizzen auf Papier setzt er die Arbeit auf dem Tablet fort. „Wenn man die Grundlinien hat, kann man sich an die Details machen. Aber die erste starke Vision ist außerordentlich wichtig“, erklärt er. Für die ersten Skizzen brauchte es einen halben Tag, dann folgten vier weitere Tage, in denen der detailliertere Entwurf entsteht.

Harte Probe

Martin Leprince gesteht, dass ihn die Idee mit der gebogenen, schwebenden Windschutzscheibe auf eine harte Probe stellte. „Ich habe Glasstatuen studiert und mit Hilfe von Fotos und Bildern versucht, einen Weg zu finden, ein 3D-Glasobjekt so zu zeichnen, dass es realistisch aussieht. Das hat mich einige Tage lang beschäftigt.“

Nachdem er seine Studie mit den Leitern der Designabteilung von ŠKODA besprochen hatte, versuchte er, so nah wie möglich an seiner ursprünglichen Vision zu bleiben. „Im Design muss man auf andere hören und ihre Vision verstehen, aber man muss auch seiner eigenen treu bleiben“, sagt Martin Leprince.