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Der L&K FCR

Zu den Höhepunkten der L&K Ära gehört der Rennwagen FCR. Mit ihm wurde der Grundstein für die erfolgreiche ŠKODA Motorsportgeschichte gesetzt.

Angefangen hat alles 1895, als Václav Klement und Václav Laurin unter dem Namen ‚Laurin & Klement‘ ihr erstes Fahrrad bauten. Bereits 1905 folgte dann das erste Automobil. Nachdem das Unternehmen Laurin & Klement 1907 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, weil die Produktion immer mehr an Umfang gewann und den Rahmen eines Familienunternehmens sprengte, konnte das Werk weiter ausgebaut und in die Automobilproduktion investiert werden. Otto Hieronimus, der 1908 auf der ersten offiziellen Rennstrecke in England einen Geschwindigkeitsrekord aufstellte, wurde von Laurin und Klement als Konstrukteur angestellt. Er überzeugte die beiden davon, Werksrennwagen zu bauen. Ein weiterer wichtiger Akteur in den frühen Anfängen der L&K Renngeschichte ist Frantisek Krutsky – einer der fähigsten Mechaniker der L&K AG. Er baut damals vor allem Rennmotoren und beteiligt sich unter anderem an der Entwicklung der berühmten Baureihe FCR.

Angefangen hat alles 1895, als Václav Klement und Václav Laurin unter dem Namen ‚Laurin & Klement‘ ihr erstes Fahrrad bauten. Bereits 1905 folgte dann das erste Automobil. Nachdem das Unternehmen Laurin & Klement 1907 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, weil die Produktion immer mehr an Umfang gewann und den Rahmen eines Familienunternehmens sprengte, konnte das Werk weiter ausgebaut und in die Automobilproduktion investiert werden. Otto Hieronimus, der 1908 auf der ersten offiziellen Rennstrecke in England einen Geschwindigkeitsrekord aufstellte, wurde von Laurin und Klement als Konstrukteur angestellt. Er überzeugte die beiden davon, Werksrennwagen zu bauen. Ein weiterer wichtiger Akteur in den frühen Anfängen der L&K Renngeschichte ist Frantisek Krutsky – einer der fähigsten Mechaniker der L&K AG. Er baut damals vor allem Rennmotoren und beteiligt sich unter anderem an der Entwicklung der berühmten Baureihe FCR.

Faszination L&K FCR

Der FCR wird durch einen Vierzylindermotor mit OHC-Steuerung und einem Hubraum von 5.672 cm3 (Bohrung: 85 x 250 mm) angetrieben. Er erreicht eine Spitzenleistung von 100 PS. Die aus Grauguss bestehenden Kolben bewegen sich in den Zylindern teuflisch schnell auf und ab. Über schmale Pleuel, deren H-Profil nur 1,5 mm Wandstärke aufweist, sind sie mit der Kurbelwelle verbunden. Zwei Motoren für den Typ FCR baut Krutsky im Sommer 1909 auf. Die Karosserie des dazugehörigen Rennwagens erinnert an einen Sarg – diese Beschreibung passt zwar optisch, zum Glück nicht wörtlich, denn mit dem FCR werden viele Siege eingefahren.

Rennerfolge mit dem L&K FCR

Seine Feuertaufe erlebte das schnelle Gefährt am Semmering in Niederösterreich. Das Bergrennen wurde praktisch zur Spielwiese der böhmischen Marke. In der Fahrzeugklasse mit kleinem Hubraum belegten Hieronimus und Kolowrat, der auch in einem L&K unterwegs war, die ersten beiden Plätze. Der Chefkonstrukteur Hieronimus siegte auch in der zweiten Klasse gefolgt vom Kollegen Wetzke. Hieronimus‘ Zeit von 8 Minuten und 19 Sekunden entsprach einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 72,1 km/h – auf einer kurvigen Strecke mit 9,2 % Steigung. Auch beim Bergrennen Zbraslav Jiloviste ging Otto Hieronimus mit einem L&K FCR an den Start, um anschließend nicht nur in der VII. Kategorie zu gewinnen, sondern auch den Gesamtsieg einzufahren. Einen neuen Streckenrekord stellte er gleich mit auf. Der Grundstein für eine erfolgreiche Motorsportgeschichte von ŠKODA war gesetzt